Mittwoch, 23. Dezember 2009

text2net wünscht Frohe Weihnachten!

Wir wünschen allen unseren Kunden, Freunden und Bekannten ein Frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010!

Mittwoch, 2. Dezember 2009

ECM World Summit 2009: So schnell stirbt man nicht

Welchen Herausforderungen muss sich ein Content Manager im Web 2.0 Umfeld stellen? Wie können Unternehmen ihre Content Management Prozesse auf die neuen Gegebenheiten anpassen? Und mit welchen Problemem schlägt sich ein Content Manager beim Multi-Site-Management herum? Beim ECM World Summit 2009 wurden diese Fragen diskutiert - und text2net war natürlich dabei.

Die durchaus detaillierten Erkenntnisse zum Thema Apfelwein, Männerkosmetik und Zigarren sollen hier nicht vertieft werden - durchaus aber jene, die fachlich interessieren könnten.

Erkenntnis 1: Das Umfeld ändert sich - die Prozesse bleiben.
Klar, dass Unternehmen reagieren müssen, wenn fies über ihren Kundenservice getwittert wird. Und die Einsicht, dass ein aktives Management von Gesprächsanlässen mehr bringt als bloße Reaktion auf youtube-Filmchen, ist dann nicht weit. Und dennoch: Solange nicht jeder Mitarbeiter ungeprüft vom Unternehmensaccount twittern darf, solange bleibt Content Content, der in Prozessen gemanagt wird, die Bereitstellung, Redaktion, Freigabe und Publizierung verlangen. Das ist - noch - die unspektakuläre Realität.

Erkenntnis 2: Für's offline-Gehampel hat niemand eine Lösung
Vor allem das Management von multi-lingualen Seiten erfordert eine Menge Koordination auch außerhalb des CMS. Inhalte müssen erstellt werden - oft genug nicht von denen, die die Teaser-Formate kennen und wissen, wie man am besten verlinkt, sondern von denen, die fachlich kompetent sind. Offline-Templates, Leserechte, Screenshots, Wireframes, Faxe - was ist da nicht alles im Umlauf, um den Graben zwischen Ersteller und Einpfleger zu überwinden. Und je größer das Unternehmen, je komplexer die Site, je mehr Länder, Sprachen, Zeitzonen, Produktvielfalt, rechtliche Vorgaben, zentral generierter Content - umso komplizierter wird die Koordination der Content-Prozesse. Technisch gibt es so manchen Ansatz, der hier weiterhelfen könnte - aber immer noch wird sich im Zweifel zurückgezogen auf dezentrale Unternehmenstrukturen, die die Verantwortung für offline-Prozesse zum Beispiel im Land belassen - was politisch leichter durchsetzbar ist, aber auf Kosten des einheitlichen, nutzerfreundlichen Auftrittes geht.

Erkenntnis 3: Ohne Experten geht es nicht
Klar kann man sich überlegen, wie man dem Sachbearbeiter, der nebenbei einmal im Jahr die Produktpreise auf der Homepage aktualisiert, das Leben durch bessere Usability im CMS erleichtert. Man kann sich aber auch überlegen, dass die Komplexität mancher Sites noch erhöht wird durch fachfremdes Handling - wenn erst mal das 15. Navigationslevel erreicht, das gleiche Bild 40x eingebunden und die Seite über google endgültig nicht mehr auffindbar ist, reift die Erkenntnis, dass Content Management durch Experten ein durchaus denkenswerter - und auch kostengünstiger - Ansatz ist.

Erkenntnis 4: Aufgaben ändern sich
Auch wenn er irgendwann kommt, der Content, der in Versatzstücken dezentral in verschiedene Web 2.0-Kanäle eingefüllt wird und dem Informationsverhalten der digital natives gerecht wird - ohne Content Manager wird es nicht gehen. Vielleicht verschiebt sich seine Rolle inhaltlich - vielleicht wird er zum Informationsmanager, zum Experten für die technische Umsetzung, zum Innovationstreiber oder zum Ansprechpartner für die vielen twitternden Kollegen - auf jeden Fall werden er und seine professionelle Arbeit weiterhin zentrale Bedeutung haben.

Das waren zwei informative Tage, viele kompetente Kollegen und sinnvolle Anregungen - und wir sind mit dem guten Gefühl nach Hause gegangen, dass wir für unsere Kunden Arbeit "state of the art" machen - und noch lange machen werden...;-)